Feierlicher Baubeginn am Falkeplatz

Nach Monaten intensiver Vorarbeiten erfolgte heute der feierliche Baubeginn für eines der größten Infrastrukturprojekte der jüngeren Chemnitzer Geschichte.
Statt eines ersten Spatenstichs wurde ein altes Stück Geis symbolisch entfernt. Im Bild (v.l.n.r.): Landtagspräsident Alexander Dierks, VMS-Geschäftsführer Mathias Korda, OB Sven Schulze, SMIL-Abteilungsleiter Jörg Huntemann. Foto: Falk Ester / VMS

Am Falkeplatz gaben Landtagspräsident Alexander Dierks, Abteilungsleiter Jörg Huntemann in Vertretung von Staatsministerin Regina Kraushaar und Oberbürgermeister Sven Schulze den offiziellen Startschuss für den Bau der neuen Bahnlinie nach Limbach-Oberfrohna (Chemnitzer Modell Stufe 4 - kurz CM 4).
 

Das Chemnitzer Modell ist eine großartige Erfolgsgeschichte, nicht nur für unsere Stadt, sondern für die gesamte Region. Es ist ein für Sachsen einzigartiges Projekt und beweist, dass der ÖPNV noch großes Potenzial hat. Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist es ein wichtiges Signal, dass jetzt mit der vierten Ausbaustufe begonnen wird.

Alexander Dierks
Präsident des Sächsischen Landtages

Das Chemnitzer Modell ist ein Erfolgsmodell, das wir dem klugen Wirken der Verantwortlichen in der Stadt selbst und im Umland verdanken! Dahinter steht ein ziemlich logischer Gedanke: Wir wollen Stadt und Umland näher zusammenbringen, weil das viele Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger bringt. Mit der Erweiterung nach Limbach-Oberfrohna wird das ÖPNV-Angebot in der Region spürbar verbessert und eine attraktive Alternative zum Auto geschaffen. Gute und erfolgreiche Mobilität endet mit diesem Ansatz nicht an Stadtgrenzen. Sie verbindet Wohnorte, Arbeitsplätze, Bildungsstätten und Freizeiteinrichtungen miteinander. Daher ist es richtig und wichtig, weiter in den Ausbau des Chemnitzer Modells zu investieren. Und das unterstützen wir als Staatsregierung gerne.

Regina Kraushaar
Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung

Als Oberzentrum tragen wir Verantwortung für die Vernetzung unserer Region. Mit dem Ausbau der vierten Stufe des Chemnitzer Modells in Richtung Limbach-Oberfrohna setzen wir diesen Anspruch konsequent fort. Das Chemnitzer Modell ist eines unserer wichtigsten Zukunftsprojekte. Es verbindet Stadt und Umland auf moderne, verlässliche und umweltfreundliche Weise und wächst mit jedem Bauabschnitt weiter. Damit schaffen wir nicht nur bessere Mobilität, sondern stärken auch den Wirtschaftsstandort Chemnitz und erhöhen die Lebensqualität in der gesamten Region

Sven Schulze
Oberbürgermeister

Der Neubau des Falkeplatzes wird bis 2028 andauern. Als Nächstes fertiggestellt wird bis 2030 die Hartmannstraße mit dem kompletten Chemnitzer Bahnring rund um die Kerninnenstadt (Brückenstraße, Bahnhofstraße, Theaterstraße, Mühlenstraße). Der Ring ist auch der erste Abschnitt der künftigen Bahnstrecke nach Limbach-Oberfrohna.

Verantwortlich für den Bau sind der VMS und seine Partner: die Stadtverwaltung Chemnitz und die CVAG.

In weiteren Abschnitten erfolgt der Bau der Bahntrasse von der Leipziger Straße bis zum Chemnitz-Center. Von dort aus führt die Linie weiter bis Limbach-Oberfrohna.  Die Bahnlinie (16 Kilometer) soll Mitte der 2030er Jahre fertig sein.

Die Kosten für die Gesamtbahnstrecke nach Limbach-Oberfrohna liegen im mittleren dreistelligen Millionenbereich. 90 Prozent stemmen Bund und Freistaat Sachsen, je 5 Prozent kommen von der Stadt Chemnitz und dem (ZVMS).

Diese Maßnahme wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Eine Meldung des Verkehrsverbundes Mittelsachsen.