Die von der Stadt Chemnitz beauftragte Machbarkeitsstudie zum Bau einer Multifunktionshalle für Sport und Kultur zwischen der Brückenstraße und der Käthe-Kollwitz-Straße ist abgeschlossen. Untersucht wurden drei verschiedene Varianten, die sich vor allem in der Größe und dem Fassungsvermögen der Zuschauer:innen unterscheiden.
Im Ergebnis kommt die Machbarkeitsstudie zu dem Schluss, dass eine Halle mit einer Kapazität von ca. 8.000 Zuschauerplätzen für Sportveranstaltungen und 8.500 Plätzen für zum Beispiel Konzerte an dem Standort städtebaulich und architektonisch realisierbar ist. Außerdem bestätigt die Studie, dass sämtliche gesetzliche Anforderungen an den Schallschutz am Standort erfüllt werden können.
Gleichzeitig entstehen aufgrund des Standortes besondere Herausforderungen in Bezug auf den Hallenbau und der damit verbundenen Wirtschaftlichkeit, da die Investitionskosten deutlich höher ausfallen werden als für einen Hallenbau auf der grünen Wiese. Aus den prognostizierten Erträgen wird sich die Arena allein wirtschaftlich nicht tragen. Der Bau solcher Hallen in vergleichbarer Dimensionen kostet in Deutschland zwischen 100 bis 250 Millionen Euro. Die ermittelten Kosten für die Konzepte der Multifunktionshalle liegen alle oberhalb des Durchschnitts vergleichbarer Arenen in Deutschland. Hauptursachen hierfür sind die innerstädtische Lage, die damit verbundenen bauordnungsrechtlichen Auflagen sowie der technisch anspruchsvolle Umgang mit der bestehenden Tiefgarage. Diese Faktoren führen zu einem deutlich erhöhten Planungs- und insbesondere Bauaufwand, der sich unmittelbar auf die Gesamtkosten auswirkt.
Bürgermeister Michael Stötzer: „In intensiver und akribischer Zusammenarbeit aller Partner wurden tragfähige, städtebauliche und schallschutztechnische Lösungen gefunden, die eine Genehmigungsfähigkeit dieses Vorhabens zur Belebung der Innenstadt ermöglichen können. Dafür möchte ich mich bei allen Mitwirkenden ausdrücklich bedanken.“
Steffen Herhold, Niners Chemnitz GmbH: „Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie senden starke Signale in die Stadt. Denn im Kern zeigt sie, dass ein innerstädtisches Großprojekt wie der geplante Sport- und Kultur-Campus machbar ist. Ein wesentliches Ergebnis der Studie sind weiterhin ihre positiven Aussagen zum immensen wirtschaftlichen Impact für die Stadt und sogar die Region. Insofern sagt die Machbarkeitsstudie, dass die Chancen des Sport- und Kultur-Campus genutzt werden sollten.“
Linda Hüttner, Arbeitsgruppe für den Sport- und Kultur-Campus: „Die Machbarkeitsstudie bestätigt unsere bisherigen Annahmen: Ein Sport- und Kultur-Campus ist im Herzen von Chemnitz realisierbar. Ich lese in der Studie auch, dass ein solches Vorhaben, als völlig neue städtebauliche Idee, unmittelbar positiven Einfluss auf die Stadtgesellschaft haben kann, in dem es Menschen nicht nur während der geplanten Veranstaltungen zusammenbringt, sondern weit darüber hinaus. Für uns enthält sie deshalb die Aufforderung, den eingeschlagenen Weg mit Mut und Überzeugung weiterzugehen.“
Die Studie wurde nach einem Auswahlverfahren an das international renommierte Planungsbüro AS+P Albert Speer + Partner GmbH vergeben. Von Beginn an waren in das Verfahren neben den städtischen Ämtern wie das Stadtplanungs- und Liegenschaftsamt, das Verkehrs- und Tiefbauamt, das Amt für Gebäudemanagement und Hochbau und das Umweltamt auch die Akteur:innen aus der Stadtgesellschaft, die dieses Projekt vorangetrieben und vorgeschlagen haben, sowie die Niners Chemnitz GmbH eingebunden. Die Studie wurde mit Fördergeldern des Freistaates Sachsen aus dem Förderprogramm „Besondere regionale Initiativen“ gefördert.