Am Samstag, dem 31. Januar, 16.30 Uhr lädt die Stadtbibliothek Interessierte zu einer Lesung mit Robin Bergauf in das Stefan-Heym-Forum im TIETZ, Moritzstraße 20, ein. Der Eintritt ist frei.
Anmeldung unter dem Link zur Veranstaltungsbuchung.
Die Autorin liest aus ihrem Roman über die Fragen unserer Zeit: Klimakrise, Ukraine-Krieg, „Osten“ und „Westen“ und über Sofiia, ihren Kater Genosse, Alex, Liz, zwei schwule Putinisten und den Typ mit dem Müll.
„Alex schreibt eine hoffnungslose Doktorarbeit und isst kein Fleisch“ – das scheint das Wesen von Alex zusammenzufassen. Allerdings sieht es in Alex‘ Kopf ganz anders aus, denn dort türmen sich Fragen über Fragen: Was sind ‚Ost‘ und ‚West‘? Gibt es das überhaupt? Warum trägt dieser Typ Müll mit sich herum? Ist die Doktorarbeit zum Scheitern verurteilt? Und wer tröstet hier eigentlich wen?
Die Verwirrungen des alltäglichen und des außergewöhnlichen Lebens nehmen kein Ende: Sofiia, die aus der Ukraine fliehen musste, kocht mit Putinisten Piroggen. Liz will, dass Alex endlich für sich selbst einsteht und das Kurioseste – der Kater Genosse braucht kein Katzenklo.
Mit einer überraschenden Leichtigkeit nimmt der Roman das schwere Thema des Ukraine-Kriegs auf und erzählt von Alex́ Versuch, den Konflikt zwischen Ost und West zu verstehen oder zumindest weniger verwirrend zu finden.
Robin Bergauf wuchs in der DDR auf: im Osten Deutschlands, der die Antennen nach Westen gerichtet hatte. Den sich daraus ergebenden Fragen versuchte sie durch das Studium der Hauptsprachen der beiden verfeindeten Blöcke beizukommen. Nach ihrem Studienabbruch in Ungnade gefallen, lernte sie das Leben mit verschiedensten Jobs kennen, bis sie, nachdem die DDR nach 1989 im Westen angekommen war, Lehrerin werden durfte.
Hilfreich dabei und beim Schreiben ist ihre Begeisterung für die Versuche menschlicher Kommunikation: Sprache und Musik. Sie musiziert in mehreren Formationen und schreibt Kurzprosa, Lyrik und Romane. Robin Bergauf hat zwei Söhne und lebt mit ihrem Partner in Weimar.
Bei MDR Kultur ist ein Artikel zum Liesmich-Verlag und zu „Wo beginnt der Osten, Genosse?“ erschienen. „Die ernsten Fragen unserer Gegenwart verhandelt der Roman auf eine kluge und erstaunlich unterhaltsame Weise“, schreibt Tino Dallmann (MDR Kultur).
(siehe https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/liesmich-verlag-comeback-osten-kultur-news-100.html)